sturmtief über „my sweet home“

am morgen wappne ich mich gegen den Sturm, übe mich in ausufernder gelassenheit. nichts soll mich heute aus der ruhe bringen oder mir den tag versauen. verfrühtes aprilwetter lasse ich verlautbaren und freue mich darüber , drinnen bleiben zu dürfen.  erheitert schau ich mir die launen da draußen an, wie die zweige wippen, die wolken drohen und die regentropfen ans fenster klatschen. dramatisches theater vom feinsten.
ich habe allerdings übersehent, dass der sturm  im inneren seine kraftreserven rekrutiert. zwischen draußen und drinnen sind wände, türen fenser, ein sicheres dach, aber innen bin ich den naturgewalten ausgesetzt. manchmal blitzt die sonne durchs fenster und macht mir schöne augen. trügerisch!
ich denk mir ein dickes f- es sträubt sich raubtierhaft – und manifestiere mich in der küche, verbiete dem toben und wüten den zutritt,  bis es mir gelingt, den innenstürmen ebenso ausufernd gelassen entgegenzutreten wie denen da draußen
sollen sie doch alle bleiben wo der pfeffer wächst oder zum mond fliegen mit ihren inneren stürmen.
also wirklich, mich kann heute nichts  aus der Ruhe bringen.

 

 

 

 

 

 

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